Wenn man nur einen Faktor ändern könnte, um ein Reetdach langlebiger zu machen, wäre es die Dachneigung. Wie Reet funktioniert — und wie es versagt — hängt letztlich davon ab, wie schnell Wasser die Oberfläche verlässt.
Wie Reet Wasser ableitet
Ein Reetdach ist nicht wasserdicht wie ein Ziegeldach; es leitet Wasser ab. Regen läuft über die äußeren gebogenen Halme nach unten und tropft ab, bevor er tief in die Deckung eindringen kann. Je steiler das Dach, desto schneller geschieht das und desto kürzer bleibt Feuchtigkeit im Reet.
Die Zielneigung
Als Faustregel sollte ein Reetdach 45° oder steiler sein. Viele traditionelle Reetdächer sind genau aus diesem Grund deutlich steiler als Ziegeldächer. Unter etwa 45° bleibt Wasser länger stehen, das Reet bleibt feucht und der Abbau beschleunigt sich.
Warum flache Dächer früh versagen
- Wasser bewegt sich langsam und dringt tiefer in die Deckung ein.
- Das Reet bleibt nass, was Fäulnis und Moos fördert.
- Vorzeitige Schäden sind bei zu flachen Dächern häufig, manchmal schon innerhalb eines Jahrzehnts.
Neigung und Entwurf gehören zusammen
Die Dachneigung muss in der Planungsphase festgelegt werden; später lässt sie sich kaum ändern. Großzügige Neigung, gute Belüftung, Qualitätsreet und fachgerechte Ausführung ergeben ein Dach, das die obere Lebensdauer erreichen kann.
Gutes Reet auf einem steilen, gut belüfteten Dach kann Jahrzehnte halten; dasselbe Reet auf einem flachen, schattigen Dach erreicht vielleicht kaum fünfzehn Jahre.
Praktische Hinweise für Käufer
Kaufen Sie Reet nicht nur nach Musterbild oder Bundpreis. Warum die Dachneigung für ein Reetdach am wichtigsten ist beeinflusst Risiko auf dem Dach, im Container und auf der Baustelle. Gutes Reet ist trocken, sauber, gerade, fest gebunden und wiederholbar.
Prüfung auf der Baustelle
Prüfen Sie mehrere normale Bunde, nicht nur die schönsten obenauf. Achten Sie auf Farbe, Geruch, Blattanteil, Halmfestigkeit, Bundumfang und Innenzustand.
Wichtige Spezifikationsdetails
Eine gute Spezifikation nennt Material, Herkunft, Längenklasse, Halmdurchmesser, Bundumfang, Trockenheit, Sauberkeit, Verpackung und zulässige Abweichung.
Häufige Fehler
Der häufigste Fehler ist der Kauf nur nach niedrigstem Preis. Kleine Materialersparnisse verschwinden schnell durch langsamere Verarbeitung, Unregelmäßigkeit oder kürzere Lebensdauer.
Planung, Timing und Logistik
Reeteinkauf ist saisonal. Planen Sie Muster, Bestandszuteilung, Ladefotos, Dokumente, Seefracht, Zoll, Inlandstransport und trockene Lagerung frühzeitig.
Bezug zur Dachqualität
Ein gutes Reetdach entsteht aus Material, Entwurf und Handwerk. Reetqualität muss zu Dachneigung, Lüftung, First, Exposition und Wartung passen.
Fragen vor der Entscheidung
Fragen Sie nach Herkunft, Erntesaison, Länge, Durchmesser, Bundumfang, Feuchte- und Sauberkeitsstandard, Containerzahl, Musterbezug, Lieferzeit und Incoterms.



